Bayernliga Süd: Mühsames Remis gegen Hauzenberg

 
Zu einem harten Kampf entwickelte sich die Bayernliga-Partie des TSV Nördlingen gegen den FC Sturm Hauzenberg. Nördlingen in Grün, am Ball Alexander Schröter, gegen Alexander Kretz. Rechts dahinter Bernd Rathgeber, hinten links ist Simon Gruber. Foto: Dieter Mack

 

20.04.2026 | Quelle: Rieser Nachrichten (Klaus Jais)

Fußball-Bayernliga: Der TSV Nördlingen geht erst in Führung, muss am Ende aber froh sein, das 1:1 über die Zeit zu bringen. Eine Elfmeter-Entscheidung ist umstritten.

Irgendwie ist die Luft draußen: Fußball-Bayernligist TSV Nördlingen hat nach dem 1:1 gegen den FC Sturm Hauzenberg die 40-Punkte-Marke erreicht und könnte im Hinblick auf den Klassenerhalt theoretisch nur noch vom TSV Kottern überholt werden, der bei fünf Siegen 42 Punkte erreichen könnte. Nur 280 Zuschauerinnen und Zuschauer wollten am Samstag das Spiel gegen den Liga-Neuling aus Niederbayern sehen. Dieser war in der zweiten Halbzeit dem Sieg näher, doch die Rieser konnten die zweite Heimniederlage dieser Saison noch verhindern.

Nördlingens Trainer Daniel Kerscher veränderte gegenüber der 0:3-Niederlage in Landsberg die Anfangself auf einer Position: Patrick Högg spielte anstatt Mario Taglieber von Beginn an. Die lange Anfahrt schien die Niederbayern keine Kräfte gekostet zu haben, denn sie fanden gut ins Spiel und hatten in den ersten fünf Minuten Abschlüsse durch Hannes Strohmaier und Manuel Mader.

Ein frühes Tor strebten auch die Gastgeber an, aber ein Kopfball von Simon Gruber und ein Abschluss von Alexander Schröter erwiesen sich als Strohfeuer, denn die nächste gute Offensivszene der Platzherren ließ bis zur 25. Minute auf sich warten. Dann gab Hans Rathgeber einen Freistoß vors Tor, aber Torwart Christoph Obermüller ging dazwischen. Eine identische Szene gab es auch auf der Gegenseite, als Mader vors Tor spielte, aber so billig war TSV-Torwart Daniel Martin nicht zu bezwingen.

In der 33. Minute ging Nördlingen durch einen von Gruber sicher verwandelten Foulelfmeter in Führung. Bernd Rathgeber war zu Fall gekommen. Sogar das Trainerduo der Gäste war sich in der Bewertung der Situation nicht einig. Während Alex Geiger von einem „Elfmetergeschenk“ sprach, meinte Dominik Schwarz: „Ich glaube schon, dass unten am Fuß eine Berührung stattgefunden hat.“ TSV-Sportdirektor Andreas Schröter war überzeugt: „Ein klarer Elfmeter. Da war ein Kontakt da!“ Eine Zeigerumdrehung später wäre beinahe das 2:0 gefallen, doch Schröters 17-Meter-Schuss landete am Lattenkreuz. Es war bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Sebastian Stadlmayr (SV Donaumünster-Erlingshofen) der lebhafteste Spielabschnitt.

Bastian Schmid schoss über das Tor (38.) und ein Solo von Högg wurde von Eralb Sinani gerade noch geblockt. Gruber köpfte eine Meyer-Flanke vorbei (40.) und in der 44. Minute fiel Strohmaier nach einem Zweikampf mit Nico Schmidt im Strafraum zu gekünstelt hin. Die Gäste ließen sich von der strittigen Elfmeter-Entscheidung vor dem 1:0 nicht aus der Bahn werfen. „Nach einer ersten Halbzeit, in der wir gnadenlos unterlegen waren, haben wir eine saugute Reaktion gezeigt“, lobte Alex Geiger seine Mannen.

In der Anfangsphase der zweiten Hälfte hatten die Gastgeber zwar noch Chancen durch Gruber. Doch die Mannschaft aus dem Landkreis Passau bekam immer mehr die Oberhand, was auch am Dreifachwechsel nach 58 Minuten lag. Zwei Einwechselspieler waren auch am 1:1 in der 73. Minute beteiligt: Luca Canales Uhrmann nahm die Ecke von Kilian Heß volley ab und markierte sein unhaltbares viertes Saisontor.

Die Gäste waren jetzt dem Siegtor näher als die Rieser. So musste Johannes Fiedler bei einem Schuss von Hannes Fuchs auf der Linie retten (84.) und wurde anschließend böse gefoult, was der Referée nicht sah und wofür Fuchs sich nach dem Spiel sogar entschuldigte. Zeitweise lagen drei Spieler verletzt auf dem Rasen, es wurde geschimpft, geschubst, gerempelt und vielen Zuschauern entging, dass Nördlingen zwölf Minuten nur zehn Spieler auf dem Rasen hatte, weil Hakki Yildiz im Rasen hängen geblieben war und sich eine Knieverletzung zuzog. Das Wechselkontingent war aber schon ausgeschöpft. Es war am Ende ein verdientes 1:1 in einem zerfahrenen Spiel auf nicht unbedingt höchstem Niveau. So ist es wenig verwunderlich, dass Geiger von einem „Erfolgserlebnis, nach dem man auch mal wieder ein Bier trinken kann“, sprach - auch, „wenn wir mit ein bisschen Glück hätten gewinnen können“.

„Wir waren heute, wie schon in Landsberg, im letzten Drittel zu ungenau und hatten dort zu viele Ballverluste. Wir hätten in der ersten Halbzeit ein zweites Tor machen müssen. Die zweite Halbzeit war zu unsauber. Bei Hauzenberg merkte man, dass sie ums Überleben kämpften, und sie haben immer wieder schnell umgeschaltet“, so Daniel Kerscher, Trainer TSV Nördlingen nach dem Spiel.

TSV Nördlingen: Martin; Schüler, Hans Rathgeber (ab 83. Schmid), Schmidt (ab 68. Fiedler), Szabo, Mayer, Bernd Rathgeber (ab 58. Taglieber), Högg (ab 58. Reicherzer), Gruber, Meyer (ab 78. Yildiz), Schröter

FC Sturm Hauzenberg: Obermüller; Sinani, Traxinger (ab 58. Reischl), Strohmaier, Seibold (ab 66. Michl), Fuchs, Manzenberger (ab 58. Canales Uhrmann), Schneider, Kretz, Mader (ab 58. Heß), Schmid (ab 79. Gerhartinger)

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