TOTOPOKAL Qual.: Aus in der 2. Qualifikationsrunde

 

  Der Aindlinger Patrick Modes (in Rot) traf schon nach wenigen Minuten für die Gäste und desillusionierte damit die Nördlinger, die sich große Hoffnungen auf eine erfolgreiche Pokalserie gemacht hatten. Foto: Jim Benninger

7. Juli 2017 | von Jim Benninger

Der TSV Nördlingen verliert im Verbandspokal zuhause knapp mit 2:3 gegen Aindling. Schon nach wenigen Minuten schwinden die Rieser Chancen aufs Weiterkommen.

Es hat nicht sollen sein. Nach dem schönen Sonntagserfolg gegen Bayernligist Rain schied Landesligist Nördlingen bereits drei Tage später in der zweiten Qualifikationsrunde auf Verbandsebene aus dem Pokalrennen aus. Gegen den alten schwäbischen Konkurrenten aus Aindling geriet man allerdings schnell ins Hintertreffen. Dennoch hatten die Rieser nach dem Anschlusstreffer in der Schlussphase sogar noch den Ausgleich auf dem Fuß. Der wäre an diesem Tag allerdings mehr als glücklich gewesen.

Aindling begann gleich sehr direkt und stellte die Heimabwehr bald vor erste Probleme. Zunächst konnte Lamprecht noch Jacobi vor dem Tor stoppen, doch schnell nutzte Patrick Modes einen weiteren weiten Ball von Knauer zur Gästeführung. Bald musste Trainer Schröter Jakob Mayer für Soldner bringen, was allerdings auch nicht mehr Ruhe in die Abwehr brachte. Denn gleich darauf fiel sogar schon das 0:2 (11.), was bei der Hitze und dem bisherigen Auftreten der Nördlinger noch Schlimmeres befürchten ließ.

Die kamen dann zwar zu einem ersten Eckball, doch Miehlich donnerte den Ball in die Wolken und Meyer sowie Buser wurden geblockt. Für die nach einer halben Stunde verbesserten Rieser gab es ersten Szenenapplaus, als Kapitän Lamprecht einen Knaller losließ. Danach agierten allerdings wieder die Gäste gefährlicher mit langen Pässen auf ihre schnellen Außen. Eine gute Flanke von Ay köpfte Jacobi jedoch über den Heimkasten, und Knauer vergab einen Freistoß kläglich. Auf der Gegenseite schoss auch Meyer einen Freistoß deutlich drüber, Gröger köpfte eine Buser-Ecke drüber, Buser selbst wurde noch von Torwart Peischl geblockt und Meyer schoss nach schönem Pfeffer-Pass am Gehäuse vorbei.

In der Pause brachte Trainer Schröter zwei neue Leute, und sein Team attackierte die Aindlinger nun bissiger, um das Ergebnis doch noch zu verbessern. Lamprecht brachte zwar einen schönen Pass auf Dürnberger, der allerdings aus Kurzdistanz genauso erfolglos blieb, wie kurz danach Michel. Besser machten es wieder die Gäste, die gegen die mehr aufgerückten Nördlinger jetzt mehr Platz zum Kontern hatten. Regionalliga-Referee Grimmeisen aus Löpsingen erkannte dann den zweiten Treffer von Knauer wegen Abseits nicht an, doch der beste Aindlinger machte nach einer Stunde mit dem 0:3 schon alles klar – sollte man meinen, denn postwendend köpfte der aufgerückte Matthias Gröger eine weitere Ecke von Philipp Buser zum 1:3 ein. Danach agierten die Rieser jedoch weiter zu ungenau, und so kam nach einem weiten Lamprecht-Zuspiel der Gästekeeper noch vor Buser an den Ball, und Meyer setzte einen weiteren Freistoß über den Kasten.

Dennoch schaffte neun Minuten vor dem Ende Julian Dürnberger nach einem erneuten Lamprecht-Pass den Anschlusstreffer, was die Nördlinger noch einmal drücken ließ. Damit hatten aber auch die Gäste wieder Kontermöglichkeiten, doch dem freien Knauer stand Keeper Martin im Wege. Der brachte dann in der Nachspielzeit zwar noch zwei Freistöße weit in den Aindlinger Strafraum, doch die dort versammelten Nördlinger konnten selbst einen Ball nicht nutzen, den Peischl noch einmal ausließ. So zogen die Gäste in die nächste Pokalrunde, während es für eine gemischte Nördlinger Mannschaft heute, 18 Uhr, im Sportpark in einem weiteren Vorbereitungsspiel gegen Schloßberg geht.

Stimmen zum Spiel:

Andreas Schröter (Nördlingen): „Nachdem wir direkt vor dem Spiel noch zwei Wechsel vornehmen mussten, stand eine Mannschaft auf dem Platz, die so noch nie zusammengespielt hat. Das hat man dann auch an einem teilweise chaotischen Abwehrverhalten gemerkt. Der schnelle, klare Rückstand war bei der Hitze faktisch kaum mehr aufzuholen“.

Roland Bahl (Aindling): „Wir haben über viele Phasen gut gespielt, nach den klaren Vorsprüngen den Gegner aber selbst durch Passivität wieder aufgebaut. Wir wussten von den Punktspielen, dass die Nördlinger Qualität haben und immer wieder zurückkommen können.“

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