U19: Titel der besonderen Art

 
  Als schwäbischer Hallenmeister hat sich die U19 des TSV 1861 Nördlingen für das Bayerische Endturnier qualifiziert. Foto: TSV

17. Januar 2018 | von Klaus Jais

A-Junioren des TSV Nördlingen gewinnen die schwäbische Meisterschaft und qualifizieren sich damit für den Höhepunkt der Hallensaison. Der findet auch noch im Ries statt

Selbst ältere TSV-Mitglieder können sich nicht mehr erinnern, wann die Fußball-A-Junioren des TSV Nördlingen den Titel des schwäbischen Hallenmeisters ins Ries holten. Vierte, fünfte oder sechste Plätze waren in der jüngeren Vergangenheit die jeweilige Ausbeute. In der Friedberger Stadthalle blieben die Rieser in fünf Spielen ungeschlagen und konnten sich für die am kommenden Samstag in Nördlingen stattfindenden bayerischen Titelkämpfe qualifizieren.

er TSV Nördlingen startete mit einem 2:1-Sieg über den TSV Dasing in das Turnier. Der FC Gundelfingen und der VfB Durach wurden in den weiteren Spielen mit dem gleichen Ergebnis besiegt. Den meisten Widerstand leistete die JFG Region Harburg, doch mit dem goldenen Tor durch Michael Meir hatten die Rieser bereits Platz zwei und die damit verbundene Qualifikation zur bayerischen Meisterschaft in der Tasche. „Wir sind in der Abwehr sehr stabil gestanden. Die Mannschaft hat diszipliniert und abwartend gespielt“, meinte TSV-Trainer Wolfgang Meyer, der zusammen mit U18-Trainer Mario Brettschneider das Team coachte. Vor dem letzten Gruppenspiel standen die Rieser bereits als schwäbischer Meister fest. Das 2:2 gegen den Titelverteidiger FC Memmingen diente nur noch der Statistik.

Mit fünf Niederlagen reiste dagegen der zweite Donau-Rieser Vertreter, der Kreisliga-Tabellenführer JFG Region Harburg, wieder nach Hause. Gleich im Turniereröffnungsspiel war der FC Gundelfingen der erste Gegner der JFG, die sich bei der 0:1-Niederlage teuer verkaufte. Dann folgte allerdings eine herbe 0:7-Klatsche gegen den FC Memmingen, wobei der JFG bereits in der ersten Minute nach einem Foul an Matthias Muff ein klarer Strafstoß verwehrt wurde. Gegen den TSV Dasing unterlagen die Schäfer-Schützlinge 2:4, wobei sie bereits nach 18 Sekunden in Rückstand gerieten. Nach dem zwischenzeitlichen 0:4 konnte Daniel Langer noch zwei Tore erzielen, eines davon per Zehnmeter-Strafstoß.

Im vierten Spiel stand das Derby gegen den bis dahin verlustpunktfreien TSV Nördlingen auf dem Spielplan. Nördlingen gewann nach einer cleveren Leistung mit 1:0 und war damit bereits für die bayerischen Meisterschaften qualifiziert. Dabei vergaben die Burgstädter gleich zwei Zehnmeter-Strafstöße. Einmal scheiterte Daniel Langer am Nördlinger Keeper Fabian Dorschky und einmal schoss er ganz knapp vorbei. Auch das letzte Spiel gegen den VfB Durach verloren die Harburger 1:3. André Macho erzielte mit einem Zehnmeter-Strafstoß das einzige Tor.

Der letzte Gruppenplatz konnte die Freude der mitgereisten JFG-Fans aber nicht trüben. „Ohne Harburg wär hier gar nichts los“, skandierten die rund 70 JFG-Zuschauer, wobei die Harburger als einziges Team mit dem Omnibus angereist waren. Allerdings kamen aus dem Harburger Fanblock wohl auch hässliche Parolen, die von Turnierorganisator Helmut Brandmayr bei der Siegerehrung gerügt wurden.

Nördlingens Trainer Wolfgang Meyer sagte: „Einfach super, denn das ist genau die richtige Einstimmung für die ,Bayerische’ in eigener Halle. Wir waren einfach die reifste Mannschaft.“ Co-Trainer Mario Brettschneider fügte hinzu: „Das ist für die Jungs super vor ihrem Wechsel in den Herrenbereich.“

TSV Nördlingen U19: Dorschky, Taglieber, Knöpfle, Morasch, Jurja, Lösch, Grimm, Meir, Zwölfer, Pesut

 

TPL_BEEZ2_ADDITIONAL_INFORMATION