Landesliga Südwest: So oft jubelte kein Landesligateam

 
  Philipp Buser jubelt über eines seiner zahlreichen Tore. Insgesamt elfmal hat der Minderoffinger in der Herbstsaison getroffen. Foto: Klaus Jais

27. Dezember 2017 | von Klaus Jais

Landesliga-Tabellenführer TSV Nördlingen traf in der Herbstrunde 44-mal. Die Fairplay-Wertung zeigt, dass die Schröter-Truppe den Erfolg auch ihrer ausgezeichneten Disziplin zu verdanken hat

Nach 22 Spieltagen mit 168 Spielen haben sich die 17 Vereine der Landesliga Südwest in die Winterpause verabschiedet. Die Liga, in der 13 Mannschaften aus Schwaben und vier aus Oberbayern spielen, wird von vier schwäbischen Klubs angeführt. An der Spitze steht der TSV Nördlingen, der erst ein Spiel (am 23. Juli beim FC Memmingen II) verloren hat. Es folgt auf Platz zwei mit schon neun Punkten Rückstand der FV Illertissen II. Auf dem dritten Platz steht der Aufsteiger SV Cosmos Aystetten. Der Meister steigt in die Bayernliga auf, der Zweite nimmt an den Aufstiegsspielen teil.

419 Spieler wurden in den bisher 168 Spielen eingesetzt. Sieben Kicker haben alle Spiele absolviert und keine einzige Minute gefehlt. Die beiden „Dauerbrenner“ beim TSV Nördlingen waren Florian Lamprecht und Felix Käser. 23 Spieler hat Nördlingens Trainer Andreas Schröter insgesamt eingesetzt. Nur auf zwei Einsätze kamen Leon Dammer (insgesamt sechs Minuten) und Matus Mozol (neun Minuten).

Und wie bewertet TSV-Abteilungsleiter Andreas Langer die starke Halbsaison? „Die Entwicklung der gesamten Mannschaft ist beachtlich. Trotzdem haben viele etablierte Spieler wie Buser, Holzmann, Oefele, Manu Meyer oder Raab nochmals einen großen Schritt in die Führungsspielerrolle hinein gemacht. Die vielen anderen jungen Spieler von Lamprecht (Jahrgang 1996) bis Schmidt (Jahrgang 1999) haben zudem eine großartige Entwicklung gezeigt“, meint der Fußballchef. Bei vier der 17 Klubs wurden die Übungsleiter gewechselt. Trainerwechsel gab es bisher beim TSV Aindling, wo auf Roland Bahl für zwei Spiele Magnus Hoffmann und dann Thomas Wiesmüller folgte. Beim TV Bad Grönenbach kam Reinhold Mayer für Florian Hartmann, bei Türkspor Augsburg Herbert Wiest für Ivan Konjevic und Pavlos Mavros. Beim SC Ichenhausen trainierten Oliver Schmid, Martin Wenni, Markus Riesenegger und nun ab 1. Januar Oliver Unsöld.

534 Tore wurden erzielt, was einen Schnitt von 3,18 Treffern pro Partie und eine leichte Steigerung bedeutet (Vorjahr 538, Schnitt 3,15). Keine Mannschaft hat mehr Tore erzielt als der Spitzenreiter TSV Nördlingen mit 44 Treffern. Diese verteilen sich auf nur sieben eigene Torschützen und drei Eigentorschützen. 51 Elfmeter wurden verhängt, von denen 15 nicht verwandelt wurden. 30823 Zuschauer kamen in die 17 Stadien, im Schnitt 183 Fans pro Spiel (Vorjahr 192). Zuschauerkrösus ist der Neuling TV Bad Grönenbach mit einem Schnitt von 295 Interessierten. Es folgen Spitzenreiter TSV Nördlingen (256) und der Bayernliga-Absteiger FC Gundelfingen (233). 20 Rote Karten (Vorjahr 22) gab es bisher, zudem wurde 37 Mal Gelb-Rot (Vorjahr 44) gezeigt. Ohne rote Karte kamen der SV Raisting, Türkspor Augsburg, SpVgg Kaufbeuren und FC Gundelfingen durch. Drei rote Karten sammelten der TSV Gilching-Argelsried und der SV Cosmos Aystetten. Mit den wenigsten gelben Karten (nur 35) und einer roten Karte (gegen Daniel Holzmann) führt der TSV Nördlingen auch die Fairplay-Liste an.

Langer: Der Traum von der Bayernliga lebt weiter

„Vor allem die Art und Weise, wie die Mannschaft im Training gearbeitet hat und die geforderten Vorgaben in den Spielen umgesetzt hat, imponiert mir sehr. Die äußerst akribische Arbeitsweise unseres Cheftrainers Andreas Schröter kommt hier deutlich zum Vorschein“, lobt Abteilungsleiter Langer Trainer und Mannschaft gleichermaßen.

Und was ist das Ziel für die Rückrunde? „Natürlich wollen wir den momentanen ersten Platz verteidigen, doch dafür benötigen wir eine noch bessere Vorbereitung als im Sommer. Denn jeder wird den Tabellenführer schlagen wollen. Der Traum von der Bayernliga lebt weiter“, erklärt Langer im Ausblick auf die am 3. März mit einem Auswärtsspiel in Kaufbeuren beginnende restliche Rückrunde.

Die erfolgreichsten Torschützen der Landesliga Südwest:

14 Tore: Ramon Adofo (TSV Gilching-Argelsried)

12 Tore: Stefan Meisel (SpVgg Kaufbeuren), Markus Gärtner (SV Mering)

11 Tore: Ruben Beneke (FV Illertissen II), Philipp Buser (TSV Nördlingen)

10 Tore: Robert Markovic-Mandic (SV Cosmos Aystetten), Manuel Meyer (TSV Nördlingen

9 Tore: Sezer Yazir (Türkspor Augsburg), Simon Schropp (SV Egg an der Günz), Maximilian Baumgartner (SV Raisting)

8 Tore: Maximilian Drechsler (SV Cosmos Aystetten), Torsten Schuhwerk (SV Egg an der Günz), Denis Wassermann (TV Bad Grönenbach), Daniel Dewein (SC Ichenhausen)

7 Tore: Yannick Glessing (FV Illertissen II), Harald Kerber (SV Mering), Nico Oefele (TSV Nördlingen), Daniel Jais (SC Oberweikertshofen), Bernhard Dehmel (SC Olching)

6 Tore: Simon Fischer (TSV Aindling), Raphael Allgaier (FV Illertissen II), Jannik Rochelt, Achim Speiser (beide FC Memmingen II), Daniel Holzmann (TSV Nördlingen), Mehmet Ayvaz (SC Oberweikertshofen)

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