Landesliga Südwest: Elfmetertor entscheidet

 

  Zwei TSV-Verteidiger im gegnerischen Strafraum: Matthias Gröger stehen die Haare zu Berge und im Hintergrund beobachtet Felix Käser die sichere Abwehr von Torwart Fabio Zeche. Foto: Klaus Jais

24. Juli 2017 | von Klaus Jais

Nach dem starken Saisonauftakt kassiert der TSV Nördlingen gestern Abend in Memmingen den ersten Rückschlag. Junge Gastgeber letztlich cleverer

Am vergangenen Mittwoch spielte der Landesligist TSV Nördlingen noch gegen die Ligamannschaft mit dem höchsten Altersdurchschnitt (TV Bad Grönenbach, 28,36 Jahre). Am gestrigen Sonntagabend war der FC Memmingen II, die Mannschaft mit dem niedrigsten Altersdurchschnitt (19,55), der Gegner. Doch trotz ihrer Jugend wirkten die Allgäuer erstaunlich clever und gewannen nicht unverdient mit 1:0 (0:0).

TSV-Trainer Andreas Schröter war gezwungen, die siegreiche Mannschaft auf zwei Positionen zu verändern. In Memmingen kamen Andreas Kaiser und Manuel Schreitmüller in die Anfangself. Schreitmüller startete auch gleich den ersten Flankenlauf, fand jedoch in der Mitte keinen Abnehmer. Die Gastgeber waren wendig, ballsicher und trickreich, doch nach der druckvollen Anfangsphase wurde die Partie immer mehr zu einer Begegnung gleichstarker Mannschaften.

Nach 16 Minuten eine Schrecksekunde für die Heimelf, als ihr Kapitän Nicolai Brugger eine Flanke von Manuel Meyer an die Latte des eigenen Tores köpfte. FC-Keeper Fabio Zeche wäre hier machtlos gewesen, hatte aber dann in der 29. Minute erstmals Gelegenheit sich auszuzeichnen, als er einen Linksschuss von Daniel Holzmann aus 25 Metern gerade noch über die Latte lenken konnte. Außer einer Eckballserie war dies aber die einzige nennenswerte Offensivszene der Gäste. Aber auch die FC-Angreifer richteten kaum Flurschaden an. Ein Freistoß von Philipp Boyer flog knapp vorbei und die beste Torchance der Einheimischen bereits mit dem Halbzeitpfiff, doch der Kopfballaufsetzer von Michael Heilig hüpfte über die Latte.

Die Gäste waren im zweiten Durchgang bis auf eine Szene nur durch Standards gefährlich, wobei Torwart Zeche einen Freistoß von Holzmann sicher unter sich begrub (52.). Auf der anderen Seite köpfte Achim Speiser nur knapp vorbei (55.). Die letztlich spielentscheidende Szene in der 63. Minute, als Jonas Halbmeyer bei Jannik Rochelt einfädelte und der gut postierte Schiedsrichter sofort auf den Elfmeterpunkt zeigte. Lukas Rietzler traf zum 1:0, wobei Torwart Martin in der richtigen Ecke war. Das 1:1 lag danach nur einmal konkret in der Luft, als Marco Pfeffer auf Nico Oefele spielte, der klasse auf Philipp Buser weiterleitete, doch Torwart Zeche verhinderte einen Gegentreffer (74.).

Danach waren die Gastgeber dem zweiten Tor näher: Speiser traf den Pfosten und nur 20 Sekunden später zielte Michael Heilig völlig frei aus acht Metern über das Tor (75./76.). Die Platzherren waren insofern clever, als sie immer im richtigen Moment zu taktischen Fouls griffen und insgesamt drei gelbe Karten sahen, während die Rieser auch im zweiten Spiel in Folge ohne jede Verwarnung blieben. Eigentlich lobenswert, doch wer zu brav spielt, hat nicht immer was davon.

Zehn Minuten vor Spielende verhinderte Kaiser gegen David Remiger das mögliche 2:0 und in der 90. Minute eine Glanztat von Torwart Martin bei einem Schuss von Speiser. TSV-Trainer Schröter schöpfte sein Wechselkontingent voll aus, wobei er mit Schreitmüller, Halbmeyer und Pfeffer die Spieler vom Feld nahm, die am wenigsten Effektivität ausstrahlten.

TSV: Martin, Lamprecht, Käser, Gröger, Kaiser, Holzmann, Buser, Halbmeyer (ab 66. Oefele), Pfeffer (ab 77. Mayer), Schreitmüller (ab 57. Miehlich), Meyer

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