U19 Bayerische Hallenmeisterschaft: Titel bleibt in Nordschwaben

 
  So freute sich nach das Team des FC Gundelfingen beim offiziellen Meisterbild. Der Titelgewinn des FCG war eine große Überraschung.Foto: Robert Milde

23. Januar 2018 | von Klaus Jais

Bei der U19-Meisterschaft in Nördlingen trumpft aber nicht der Gastgeber auf, sondern der FC Gundelfingen

Die U19-Junioren des FC 1920 Gundelfingen sind bayerischer Hallenmeister im Futsal. Beim Endspiel in der Nördlinger Hermann-Keßler-Halle bezwang der Landesliga-Tabellenführer den FC Augsburg (U19-Bundesliga) mit 1:0. „Die Jungs haben sich den Titel mehr als verdient. Das Halbfinale war unser Ziel. Nach dem schwachen Auftakt gegen Bamberg haben wir uns kontinuierlich gesteigert und am Ende souverän durchgesetzt“, freute sich FC-Trainer Joachim Dewein. Bereits das Vorrundenspiel gegen den FC Augsburg hatte Gundelfingen mit 3:2 für sich entschieden.

Und der TSV Nördlingen, der sich als schwäbischer Meister (vor Wochenfrist noch gegen Gundelfingen siegreich) für das Turnier vor heimischem Publikum qualifiziert hatte? In den ersten beiden Spielen gerieten die Rieser schon jeweils in der ersten Minute in Rückstand. Gegen Gruppensieger SG Quelle Fürth gab es eine 0:2-Niederlage und gegen den TSV 1860 München konnte zwar Genrich Morasch zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgleichen, aber nur zwei Minuten später besiegelte Löwen-Kapitän Maurice Mathis die 1:2-Niederlage. Damit waren die Mannen um Kapitän Michael Meir im dritten Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth bereits unter Zugzwang. Zwar brachte Jonathan Grimm den TSV in Führung, doch der Bundesligist drehte durch einen Doppelschlag innerhalb einer Minute die Partie und gewann 2:1.

Im letzten Spiel zumindest noch ein Unentschieden

Im letzten Spiel ging es für den TSV gegen den bis dahin ebenfalls sieglosen TSV Großbardorf. Doch auch in diesem Spiel gerieten die Meyer-Schützlinge schon in der zweiten und dritten Minute mit 0:2 in Rückstand. Aber die Einheimischen zeigten Moral und konnten durch Robert Zwölfer und Mario Taglieber noch ausgleichen. „Ich bin nicht enttäuscht, wir waren immer auf Augenhöhe mit den Gegnern. Es war insgesamt aber mehr möglich“, meinte Nördlingens Trainer Wolfgang Meyer.

Im ersten Halbfinale standen sich die SG Quelle Fürth und der FC Augsburg gegenüber. Die Franken hatten die besseren Offensivszenen, doch in Führung ging der FCA durch Gabriel Galinec nach einer Freistoßvariante. Mit seinem fünften Turniertor glich Kevin Meyer vier Minuten vor Spielende aus und 19 Sekunden vor Schluss nützte der Bundesligist einen Ballverlust an der Mittellinie zum 2:1-Siegtreffer durch Maurice Malone. Im zweiten Halbfinale zwischen dem FC Gundelfingen und dem TSV 1860 München spielte das frühe 1:0 durch Janik Noller dem FCG in die Karten. Stets mit zwei Spielern in der Defensive und ansonsten nur mit langen Bällen operierend, boten die Nordschwaben zwar keinen ästhetischer Futsal, aber der Zweck heiligte die Mittel. Die Münchner benötigten einen Sechsmeter, den Maurice Mathis zum 1:1-Endstand verwandelte. Im sich anschließenden Sechsmeter-Schießen hielt FCG-Torwart Andre Schipp zwei Schüsse, einen weiteren ballerte Aleksandar Kovacevic über das Tor. Auch Löwenkeeper Tom Kretzschmar hielt zwei Sechsmeter, doch ansonsten leisteten sich die Gärtnerstädter keinen weiteren Fehlschuss und gewannen schließlich 3:2.

Bewährte Taktik führt auch im Finale zum Erfolg

Auch im rein schwäbischen Endspiel kam der FC Gundelfingen mit seiner bewährten Taktik zum Erfolg. Zudem hatte der FCG die besseren Chancen durch Samed Kulaksiz, Jasjot Padda und Marius Brugger. Entschieden wurde das Finale durch einen Sechsmeter nach Foul von Torwart Daniel Witetschek an Jonas Schneider. Padda verwandelte sechseinhalb Minuten vor Schluss. FCA-Schüsse von Malone und Dennis Ruisinger verfehlten das kleine Tor und Padda hatte sogar das 2:0 auf dem Fuß.

Zwei der insgesamt sechs Schiedsrichter waren aus dem Ries: Steffen Grimmeißen (SpVgg Löpsingen) und Sebastian Eder (SV Holzkirchen) pfeifen aber für die Gruppe Neuburg. „Herzlichen Glückwunsch an den FC Gundelfingen. Sie haben sich mit dem Hallentitel für ihre starken Leistungen belohnt. Es war ein sehr attraktives Turnier mit vielen knappen Ergebnissen. Drei DFB- und vier BFV-Nachwuchsleistungszentren waren heute dabei. Dort wird überall hervorragende Arbeit geleistet“, bilanzierte Karl-Heinz Wilhelm, Vorsitzender des Verbands-Jugendausschusses im Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV).

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